Derbysieger......

4:1 - Hillerheide kontert perfekt

STUCKENBUSCH Perfekt. Ein Attribut, das Rabih Such eigentlich scheut. Aber Hillerheides Trainer musste den Auftritt seiner Schützlinge als solches bezeichnen. Mit 4:1 (3:0) siegte der FC/JS im Derby bei den Sportfreunden Stuckenbusch. „Hochverdient“, wie auch Michael Pannenbecker zugeben musste.

 

Einer der wenigen Hillerheider Fehler: Alexander Geßner verfehlt den Ball im ersten Versuch, kklärt aber im zweiten Anlauf. Foto: Kevin Korte

Es waren 94 Minuten am Leiterchen, die die Stuckenbuscher Seele leiden ließen. Nach 13 Minuten hatte Hillerheide zweimal hervorragend in die Tiefe gespielt und durch André Kostrzewa (2.) und Moritz Bleyer (13.) auch eingenetzt. Oft habe Rabih Such jene Spielzüge an der Taktiktafel aufgezeichnet und versucht seiner Elf nahe zu bringen. „Heute hat es zu 100 Prozent geklappt.“ Damit nicht genug: Hillerheide verteidigte den Vorsprung so leidenschaftlich, dass die Rot-Weißen sich allenfalls durch Fernschüsse annäherten. „In der ersten Halbzeit haben wir uns bis auf die Knochen blamiert“, ließ Pannenbecker kein gutes Haar an seiner Mannschaft.



Spätestens als A-Junior Marvin Sachsenweger nach einem Eckball zum 0:3 traf (42.), zeichnete sich eine handfeste Überraschung ab. „Die Jungs waren heiß, haben mit Leidenschaft gespielt und alle Vorgaben 1:1 umgesetzt“, jubelte Such.

Dass die Gastgeber mit mehr Elan aus der Kabine kamen und auch eine gut 20-minütige Drangphase kreierten, lag schlicht an den Fertigkeiten der Stuckenbuscher Fußballer. Und nicht überraschend war somit auch das 1:3 von Tobias Kolok im Anschluss an einem Schleume-Freistoß. Die folgende Rudelbildung moderierte Schiedsrichterin Lea Bramkamp souverän. Es war aber plötzlich Feuer in der Partie. „Aber ansonsten kann ich mich an keine Phase erinnern, wo wir das Derby angenommen haben“, kramte Pannenbecker im Gedächtnis, wurde aber nicht fündig.

Vielleicht weil seine Formation im Anschluss Hillerheide wieder Räume zum Kontern bot, die Max Kadura (63.) und Janik Smyrek (66.) noch nicht zu bestrafen wussten. Spätestens aber als Kostrzewa zum Mal einlochte (75.) und somit zum Hillerheider Derbyhelden aufstieg, war die Partie entschieden.

„Insgesamt“, kommentierte ein zerknirschter Pannenbecker, „ist es eine Riesenenttäuschung. Und das in meinem wohl letzten Recklinghäuser Derby.“ Nein, der Stuckenbuscher stellte nicht sein Amt zur Verfügung. Im Spielverlauf kamen mit den Verletzungen von Tim Helwig und Jan Wittig sowie der Sperre von Eren Dogan (10. Gelbe Karte) weitere Ausfälle hinzu. „Wir haben - Stand jetzt - acht gesunde Spieler. Ob wir am Sonntag gegen Suderwich überhaupt antreten, ist fraglich“, so Pannenbecker. Und Stuckenbuschs Seele leidet.